Aufsicht auf Biomasse-Heizkraftwerk in Penzberg
Auf einem Teil einer insgesamt etwa 13,5 Hektar großen Erweiterungsfläche eines Biotechnologie-Unternehmens in Penzberg im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau entsteht eines der modernsten Biomasse-Heizkraftwerke Deutschlands. Foto: Syspro
16.01.2026

Optische Herausforderung

Syspro-Doppelwandsysteme für Biomasse-Heizkraftwerk

Auf einem Teil einer insgesamt etwa 13,5 Hektar großen Erweiterungsfläche eines Biotechnologie-Unternehmens im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau entsteht bis Ende 2025 eines der modernsten Biomasse-Heizkraftwerke Deutschlands. Es soll künftig 7.800 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Verfeuert wird hier Restholz aus Wäldern im Umkreis von 100 Kilometern sowie Abfallprodukte aus Sägewerken. Die Anlage soll nachhaltigen Dampf für Produktionsprozesse der Betriebe erzeugen und wird einmal eine Nennwärmeleistung von rund fünf Megawatt haben. Damit kann ein erheblicher Teil des Dampfverbrauchs am Standort erneuerbar mit Waldrestholz generiert werden. Bei dem Neubau, der eine Höhe von etwa 20 Metern auf einer Fläche von 45 mal 21 Metern hat, handelt es sich um ein Technikgebäude mit einem Vollgeschoss und mehreren, vertikal aufgebauten Technik-Ebenen. Neben den biotechnologischen Herausforderungen legte der Bauherr auch großen Wert auf eine durchgängig moderne und zeitlose Architektur des Gebäudes. Die hier verbauten tragenden Doppelschalenwände des Syspro-Mitglieds Kurz Fertigteilbau GmbH aus Langkampfen bei Kufstein in Tirol wurden daher mit einer ganz besonderen Oberflächenoptik gefertigt.

Produktion mit Matrizenstruktur

Gerd Neus, Bereichsleiter Halbfertigteile / Vertrieb bei der Kurz Fertigteilbau GmbH erläutert die Besonderheiten der Maßnahme: „Die Herstellung von Betonfertigteilen hat sich in den letzten Jahren durch innovative Techniken und gestalterische Möglichkeiten stetig weiterentwickelt. Eine besonders interessante Variante stellt die Produktion mit Matrizenstruktur dar. Wir verwenden hierfür spezielle Schalungsmatrizen, die es ermöglichen, ästhetisch ansprechende und zugleich funktionale Oberflächen direkt im Fertigteilwerk zu realisieren. Auch beim Bau des Biomasse-Heizkraftwerks haben wir die zum Einsatz kommenden Syspro-Doppelwände und Fassadenelemente mit einer Matrizenstruktur ausgestattet. Diese Produkte wurden so konzipiert, dass sie passgenau übereinandergestellt werden können, sodass ein durchgängiges, nahtloses Gesamtbild entsteht, welches sowohl architektonischen als auch bauphysikalischen Anforderungen gerecht wird. Ein charakteristisches Element der Gestaltung ist hierbei das wiederkehrende Holzstruktur-Muster, das für ein warmes und gleichzeitig modernes Erscheinungsbild sorgt“, so Neus.

Detailplanung erforderlich

Klingt banal, ist es aber nicht: „Aufgrund der tiefen Struktur der Oberflächen und der variierenden Maße der Doppelwände mussten die Abheber, Bewehrungsabstände und Einstellungen sehr präzise angepasst werden“, fährt Neus fort. „Die Integration von Türen, Toren und innenseitigen Bewehrungsanschlüssen erforderte eine zusätzliche Detailplanung, so konnten die Elemente zum Beispiel nicht beliebig rotiert oder vertauscht werden.“ Schon bei der Produktion musste bereits vor dem Einsatz der Matrizen genau überlegt werden, welche Seite später verwendet wird. Spiegelbildliche Ansätze wurden dabei berücksichtigt, um die einheitliche Optik zu sichern. „Weil die Matrizen mehrfach eingesetzt wurden, haben wir diese stets sehr akkurat gereinigt, um bei jeder Wiederverwendung eine gleichbleibende Oberflächenqualität zu garantieren“, erklärt Gerd Neus. „Jede unsachgemäße Handhabung hätte das Endergebnis in Form von unerwünschten Abdruckungen oder abweichenden Strukturen negativ beeinflussen können.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach einer Bauzeit von ca. 1,5 Jahren erkennen Betrachter schon von Weitem das neue markante Gebäude mit einer homogen wirkenden, modernen Fassadenkonstruktion, die durch gestalterische Einzigartigkeit besticht und den Anforderungen eines innovativen Biomasse-Heizkraftwerks gerecht wird.

Biomasse-Heizkraftwerk in Penzberg von oben
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Auf einem Teil einer insgesamt etwa 13,5 Hektar großen Erweiterungsfläche eines Biotechnologie-Unternehmens in Penzberg im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau entsteht bis Ende 2025 eines der modernsten Biomasse-Heizkraftwerke Deutschlands. Foto: Syspro

Betonfertigbauteile Doppelschalenwände
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Die hier verbauten tragenden Doppelschalenwände des Syspro-Mitglieds Kurz Fertigteilbau GmbH aus Langkampfen bei Kufstein in Tirol wurden mit einer ganz besonderen Oberflächenoptik gefertigt. Foto: Syspro

Doppelwände und Fassadenelemente mit Matrizenstruktur
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Die hier zum Einsatz kommenden Syspro-Doppelwände und Fassadenelemente wurden mit einer Matrizenstruktur ausgestattet. Foto: Syspro

Beton mit Holzstruktur-Optik
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Ein charakteristisches Element der Gestaltung ist das wiederkehrende Holzstruktur-Muster, das für ein warmes und gleichzeitig modernes Erscheinungsbild sorgt. Foto: Syspro

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Dank der Fertigteilbauweise erfolgte die Montage der Elemente in nur wenigen Tagen. Foto: Rudolf Hörmann GmbH & Co.KG


Eingesetzte SySpro Bauelemente



Ausführung durch


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