Bausystem







SySpro - Das Bausystem



Geschossbau

Aufgrund der heutigen Fertigungspräzision halten fertige Wandelemente nun immer mehr Einzug im Geschoßbau. Bei einem Hotelbau in Wien konnten die Elemente im 18. Stock mit Erfolg eingesetzt werden.

Die Fertigungspräzision dieser Doppelwände ist enorm. Grundlage für diese Präzision sind die automatisierten Produktions-Anlagen mit modernster Robotertechnik.

Wichtigstes Glied der Produktionstechnik ist die Aufteilung des Bauproduktes in zwei ebene Flächen, in die jeweils 5 cm dicken Betonschalen.

Vorteil dieser Zwei-Ebenen-Technik ist der einfache Schalungsbau wie von den Elementdecken bekannt. Bereits hier gilt das Motto: „Nichts ist unmöglich.“ Entsprechend läßt sich bei der Wand gleichsam jede beliebige Geometrie ohne viel manuellen Aufwand schalen und bewehren.



Technologie

Die Produktionstechnologie basiert auf einer automatisierten Herstellung mit modernster Steuerungstechnik für den roboterunterstützten Palettenumlauf bei ganzheitlichem Computereinsatz.

Diese Technologie ist Basis für die Produktmerkmale:

  1. hohe Präzision und Qualität der Bauteile
  2. vielfältige Formen und Ausbautiefe
  3. „Just-in-Time“-Lieferung



Wesentliche Automationsmechanismen betreffen die folgenden Arbeitsvorgänge:

  1. Transport und Reinigung der Paletten und Schalungen
  2. Zeichnen der Bauteilkonturen im Maßstab 1:1
  3. Einzeichnen der Einbauteilposition
  4. Absetzen von Schalungen und Abstellern aus Stahl, Holz, Kunststoff
  5. Herstellen von Sonderschalungsteilen
  6. Schneiden, Biegen und Schweißen der Bewehrung
  7. Absetzen von Einbauteilen und der Bewehrung
  8. Einbringen und Verdichten des Betons










Ganzheitlicher Computereinsatz

Voraussetzung für die automatisierte Fertigung ist der ganzheitliche Computereinsatz, wobei das Syspro-spezifische CAD-System das zentrale Element bildet. Es entsteht das Grundgerüst der sogenannten CIM-Technologie. CIM steht für computer-integrierte Manufaktur, d.h. für den lückenlosen und fehlerausschließenden Produktionsprozeß.

Ausgehend von den konstruktiven Details und dem ausführungsgerechten CAD-Montageplan werden die gesamten Daten für Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung, Robotersteuerung, Lagerplatzverwaltung und Rechnungsstellung bereit gestellt.

Für jedes Bauteil sind die Daten für Abmessungen, Zubehör, Bewehrung, Gewichte, Preise und Zeiten bis hin zu den Terminvorgaben im Computer hinterlegt. In jedem Arbeitsschritt und an jedem Arbeitsplatz sind sie jederzeit, sofort und richtig abrufbar. Der Informationfluß ist optimiert und sorgt für eine reibungslose Zusammenarbeit im Unternehmen und natürlich auch mit dem Kunden. Wesentlicher Vorteil der CIM-Technologie ist die Minimierung der Fehlerquellen:

  1. Nach Eingabe in das CAD-System erfolgt eine automatische Überprüfung aller Maße in Grundriß und Ansicht.
  2. Mit Hilfe der Datenübertragung per EDV treten keine Schnittstellenprobleme zwischen technischem Büro und Produktion auf.
  3. Die an Roboter weitergegebenen Daten garantieren, daß die Schalungen, Einbauteile und Bewehrungslagen auch maßgenau an die richtige Stelle kommen.
  4. Automatisch wird der Beton mit der errechneten Solldicke aufgebracht. Die vorgegebenen Elementgewichte werden genau eingehalten.
  5. Die Betonverdichtung erfolgt mit automatisch abgestimmter Energie.
  6. Die Aushärtung der Bauteile wird unter optimalen und kontrollierten Klima- und Arbeitsbedingungen geregelt.
  7. Aufgrund der Dispositionssoftware werden die Termine für Planung, Produktion und Montage sicher aufeinander abgestimmt, so daß eine Lieferung „just-in-time“ und in baustellengerechten Verlegefolgen stattfinden kann.
  8. Änderungswünsche des Kunden können sofort und sicher umgesetzt werden, da die Dispositionssoftware den aktuellen Produktionsstand sowie den Status der technischen Bearbeitung aber auch den Lagerbestand verwaltet. Ein Knopfdruck und der Kunde erhält klare Auskunft über die Änderungsmöglichkeiten und die damit verbundenen technischen, terminlichen und preislichen Konsequenzen. Sofortige Zufriedenheit für beide Seiten.

Aufteilung in zwei ebene Flächen

Nach dem Aushärten der ersten Schale inkl. Gitterträger wird dieses Teilelement auf einem Wendeautomaten gelegt. In diesem Automat wird die Schale um 180° gedreht, d.h. die Gitterträger zeigen nach unten und die erste Schale liegt oben.

Nach Vollendung der Drehung auf 180° wird die noch frische zweite Schale unter die erste Schale, d.h. unter die Gitterträger geschoben. Die erste Schale wird abgesenkt, so daß die Gitterträger in die zweite Schale eintauchen und sich nach der Erhärtung mit dieser zweiten Schale verbinden können und als Wandelement auf einem Kipptisch zur Auslagerung zur Verfügung gestellt werden.